Musterungszentren der Bundeswehr: Kassel wird wichtiger Standort

08.05.2026
Pressemitteilung

NORDHESSEN. Seit Jahresbeginn 2026 ist das Wehrdienst-Modernisierungsgesetz in Kraft. Mit der Einführung des...

Neue Musterungszentren der Bundeswehr: Kassel wird wichtiger Standort

Seit Jahresbeginn 2026 ist das Wehrdienst-Modernisierungsgesetz in Kraft. Mit der Einführung des freiwilligen Wehrdienstes ist auch verbunden, das junge Männer im wehrpflichtigen Alter wieder gemustert werden; Frauen können sich weiterhin freiwillig mustern lassen. Die Bundesregierung - insbesondere der Bundesminister der Verteidigung - verfolgt das Ziel, den notwendigen personellen Aufwuchs der Bundeswehr erfolgreich umzusetzen. Dafür braucht es neben zusätzlichem Personal auch eine leistungsfähige Infrastruktur. Ein zentraler Baustein hierfür ist der Aufbau eines flächendeckenden Netzes an Musterungszentren zur schnellen und zielgerichteten Erfassung sowie Eignungsfeststellung. Das Bundesministerium der Verteidigung hat die Abgeordneten des Deutschen Bundestages über die Standorte der künftig insgesamt 24 Musterungszentren informiert. Grundlage der Entscheidung war eine umfassende Analyse unter Berücksichtigung aktueller demographischer Entwicklungen sowie der regionalen Verteilung potenzieller Bewerberinnen und Bewerber. Ziel ist eine flächendeckende, effiziente und zügige Durchführung der Musterungen.

Dazu erklärt der Bundestagsabgeordnete Jan-Wilhelm Pohlmann, Mitglied des Verteidigungsausschusses:

"Ich freue mich sehr, dass auch Kassel ein solches Musterungszentrum erhält. Nach Informationen des Ministeriums entstehen an jedem Standort rund 50 neue Dienstposten. Das bedeutet 50 zusätzliche Arbeitsplätze hier in unserer Region - dieses eine sehr erfreuliche Nachricht. Gleichzeitig ermöglichen wohnortnahe Musterungen einen niedrigschwelligen Zugang zur Bundeswehr und stärken damit auch deren Attraktivität."

Hintergrund: Mit dem Ausbau der Musterungszentren stärkt die Bundeswehr ihre Präsenz in der Fläche und wird als Teil der Gesellschaft sichtbarer. Auswahl der Standorte erfolgte bewusst in Regionen mit hohem Bewerbungsaufkommen und großer Reichweite. An 16 bestehenden Bundeswehrstandorten werden künftig Musterungszentren eingerichtet: Bonn, Hamburg, Kassel, Kiel, Koblenz, Leipzig, Neubrandenburg, Nürnberg, Oldenburg, Potsdam, Saarlouis, Ulm, Dresden, Magdeburg, Schwerin sowie Wiesbaden. Weitere acht Musterungszentren werden in den Städten Bielefeld, Braunschweig, Dortmund, Jena, Kempten, Offenburg, Regensburg und Würzburg neu eingerichtet; sie werden damit künftig Standorte der Bundeswehr sein.